Doppelt geirrt – Replik auf den Leserbrief von Herrn Gruber, Winterthurer Zeitung vom 9. Januar 2020

In seinem Leserbrief prangert Herr Gruber mit martialischen Bildern wie der Abrissbirne die getroffenen Sparmassnahmen durch den Gemeinderat an und unterstellt, dass sich die bürgerlichen Parteien auf den «armen» günen Stadtrat eingeschossen hätten.

Da irrt Herr Gruber gleich doppelt. Erstens muss man sich auf Stadtrat Altwegg gar nicht einschiessen, diese Arbeit nimmt er uns durchaus gleich selber ab. Zweitens hat die Mehrheit des Gemeinderates zu Recht über den Weg einer Budgetkürzung die Notbremse im Schuldepartement gezogen. Und genau dies ist die Pflicht der Volksvertretung, Kontrolle und Aufsicht über die Exekutive. Diese Verantwortung bedeutet auch, dass bei Fehlentwicklungen gehandelt werden muss. Nichts anderes hat eine Mehrheit des Gemeinderates getan.

Das Projekt Wega des Schuldepartementes ist schlicht nicht ausgereift, schlecht kommuniziert, bei den Schulpflegen durchaus umstritten und droht ebenfalls ein Flop zu werden, wie bereits das gescheiterte Vorgängerprojekt.
Nicht die Mehrheit des Gemeinderates hat die «konsequente» und «erfolgreiche» Umsetzung von Wega gefährdet, wie dies Herr Gruber unterstellt. Nein, dies hat die Führung des Schuldepartements durch planlosen Aktivismus, eine schlechte und intransparente Informationspolitik sowie eine falsche Stossrichtung selber zu verantworten. Wobei die Adjektive «konsequent» und «erfolgreich» auf Wega sowieso kaum zutreffen.

Markus Reinhard, Gemeinderat SVP Winterthur