Meine Kolumne “Fadegrad” im Zürcher Bote vom 14. August 2020: Von der Freiheit des Individuums

Perikles (Staatsmann der griechischen Antike, um 490 – 429 v. Chr.) sagte: «Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit. Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut, den eigenen Weg zu finden.» Glück, Freiheit und Mut sind die zentralen Worte in diesem Zitat und diese sind, in der Tat, beinahe untrennbar miteinander verbunden. Nach Glück – wie wir dieses denn auch persönlich definieren – streben wir wohl alle, dies war damals so und ist heute so. Etwas konsterniert müssen wir aber feststellen, dass es heutzutage gerade bei der «Freiheit» und in noch stärkerem Masse beim «Mut» schwierig wird.

Von einer gesellschaftlichen und einer individuellen Freiheit sind wir heute wohl weiter entfernt, als dass wir uns dessen bewusst sind oder der grösste Teil der Bevölkerung dies überhaupt bemerkt. In der Tat sind wir heute geleitet und beeinflusst von einer Vielzahl von pseudo-moralischen Regeln, erfundener Ethik und (Denk) Verboten. Ich nenne einige Beispiele: das aktuelle ist wohl das «Mohrenkopf-Verbot». Aber es existieren sehr viele weitere kleine Eingriffe und Einschnitte in unsere individuelle Freiheit. Beispielsweise die allgemein aufgezwungenen Gebote der linken Gutmenschen im Asyl-, Ausländer- und Sozialbereich, die Unterteilung in korrekte und falsche (oder gute und böse) Meinungen seitens der «classe politique» und der Medien zu Themen wie EU, Zuwanderung/Migration, Autofahren vs. ÖV und natürlich Klimanotstand.

Aber auch im Privatleben existieren durchaus Einschränkungen der Freiheit, so zum Beispiel die absurden und völlig aus der Zeit gefallenen, fundamentalistischen Regeln mancher  Religionsgemeinschaften, welche deren Mitgliedern und natürlich auch den Kindern damit teilweise die Freiheit, das freie Denken und den freien Willen unterdrücken und somit das individuelle Glück verhindern.

Eines ist all diesen Geboten, Verboten, Regelungen und Verhaltensanweisungen gemein: Sie schränken unsere Freiheit der Meinungsäusserung ein, auferlegen uns Denkverbote und trachten danach, unsere individuelle Freiheit zu verhindern und damit auch das eigene Glück im Leben, wie dies schon Perikles feststellte. Als drittes Element der Betrachtung wäre da nun also noch der Mut. Dieser ist bedauerlicherweise in den heutigen Tagen zunehmend knapp gesät, obwohl wir ihn dringender denn je bräuchten. Der Mut wäre die Voraussetzung, um die Freiheit (wieder) zu erringen, uns aus diesen extrinsischen von Gutmenschen definierten Auflagen zu befreien und mit Mut unsere – vom «Mainstream» abweichende – Meinung zu vertreten. Nur mit Mut können wir uns aus den herrschenden Denk- und Redeverboten lösen, die einengenden Fesseln ablegen und für unsere individuelle Freiheit als Grundlage unseres Glücks kämpfen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen den nötigen Mut, für Ihre Freiheit und ihr Glück einzustehen, Ihre Meinung offen und deutlich zu sagen und ihr Leben so zu gestalten und zu leben, wie Sie sich dies wünschen und es Sie glücklich macht!

 

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