Seit August 2020 gilt im Bereich der Seenerstrasse/Frauenfelderstrasse eine neue Verkehrsführung mit einer neu erstellten LSA und einem Teilspurabbau für den Verkehr. Seit dieser Umstellung haben sich die Verkehrsprobleme in diesem ganzen Bereich massiv verschärft und verlagern sich teilweise bis über den Ohrbühlkreisel Richtung Seen und in die Industriestrasse.

Vor August 2020 galt in diesem Bereich das Reissverschlussprinzip, was sich durchaus bewährt hatte und im Vergleich zur heutigen Situation eine Wohltat war. Selbst der Stadtbus Nummer 5 vom Ohrbühl her und das Postauto 680 von Hegi standen jeweils kaum lange im Stau, da die LSA Frauenfelderstrasse auch mit Busbevorzugung funktioniert hatte. Seit knapp einem Jahr wird nun der Verkehr auf der Seenerstrasse (künstlich) gestaut, auch wenn weit und breit kein Bus oder Postauto zu sehen ist. Die vergangenen Monate zeigen tagtäglich eindrücklich, dass diese Massnahme unnötig ja unnütz war. Der ganze Verkehr wird ausgebremst und absichtlich gestaut, anstatt verflüssigt. Dies ist nicht nur für das in der Region ansässige Gewerbe und die Industrie höchst ärgerlich, sondern auch für die Verkehrsteilnehmer, welche die Seenerstrasse benutzen müssen, um zum Beispiel zur Autobahneinfahrt Oberwinterthur zu gelangen. In der Fragestunde vom 21. September 2020 beantwortete Stadträtin Christa Meier die diesbezügliche Frage wie folgt (Auszug): Nach der Inbetriebnahme einer neuen Lichtsignalanlage ist immer eine gewisse Feinjustierung nötig. Diese Phase dauert jeweils ein paar Monate. Zudem ist bei einer umfangreichen Signalisationsänderung, v.a. mit einer neuen Busspur, immer auch eine gewisse Angewöhnungszeit allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern nötig. Wir haben es im Blick und wir sind daran, diese Auswertungen zu machen.

Es ergeben sich daher folgende Fragen an den Stadtrat:

  1. Ist dem Stadtrat die verschlechtere Verkehrssituation und die Zunahme der täglichen Staus im Bereich Seenerstrasse aufgrund der angekündigten Auswertungen bekannt?
  2. Wie lange ist aus Sicht des Stadtrates die erwähnte Angewöhnungszeit bei Änderungen der Verkehrsführung und der Signalisation und was ist der Plan, wenn trotz verstrichener Angewöhnungszeit, die Verkehrssituation sich nicht verbessert?
  3. Welche Massnahmen plant der Stadtrat, um den Verkehr auf den erwähnten Abschnitten wieder zu verflüssigen und so ein rasches Abfliessen des Verkehrs Richtung Autobahnanschluss Oberwinterthur zu gewährleisten?
  4. Ist der Stadtrat bereit auf das alte, bessere Verkehrsregime zurückzukehren?
  5. Welche Massnahmen trifft der Stadtrat, um sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden, Kunden, der Anlieferverkehr etc. des wichtigen Industriegebietes Neuhegi nicht durch diese Verkehrsmassnahme benachteiligt werden (Stichwort «Stauparkieren»).

Schriftliche Anfrage Verkehrssituation Seenerstrasse_Frauenfelderstrasse